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Letzte Aktualisierung:
4. Juli 2017
Badeteich

Angebot:
Die Dränage unseres Kellers sprudelte über die Jahre ständig ergiebiger. Auf Grund des natürlichen Gefälles unseres Grundstücks hatten wir dadurch in ca. 40 Meter Entfernung vom Haus ständig eine Wasserstelle mit Quellwasser. So entstand der Plan, diese Quelle für die Speisung eines Teiches zu nutzen.

Vorarbeiten:
Zuerst liehen wir uns einen Minibagger und gruben im Herbst 2003 eine Grube für einen Betonschacht, durch den das Dränagewasser aufgefangen und bei Bedarf abgepumpt werden konnte. Dieser Schacht dient auch noch einen weiteren Zweck, aber dazu an anderer Stelle mehr.
Auf dem Foto rechts ist der Schacht bereits eingebaut. Der Betonring im Vordergrund bekam leider beim Einbringen der Öffnung für das Rohr einen Riß und dient nun als Pflanzschale. Mit dem Bagger wird hinter der Hecke der neue Rohrgraben vom Schacht zum künftigen Teich verfüllt.



Gartenteich = Badeteich?

Ein grober Plan für den Teich wurde auf dem Papier erstellt und die Nutzung als reiner Badeteich bedurfte doch der Diskussion in unserer Familie und damit auch die Größe, weil es auch Argumente für den Besatz mit Fischen gab. Dabei spielte, wie eingangs erwähnt, die benötigte Wassermenge eine untergeordnete Rolle. Das Thema "Fischteich" wurde ausgiebig diskutiert, doch der reine Badeteich bekam den Vorzug auch auf Grund der Möglichkeit der Nutzung durch unsere Feriengäste. Damit war auch das Thema "Wasserpflanzen" ad acta gelegt.

Überlegungen zur Wasserbehandlung/-aufbereitung?

Wesentlicher waren Überlegungen für die erforderliche Wasserbehandlung während der Badesaison und der damit verbundenen regelmäßigen Unterhaltungskosten. Recherche ergaben zu dieser Problematik, dass bei einer geplanten Größe des Teiches von ca. 9x10 m und einer maximalem Tiefe von ca 1,50m eine Wasseraufbereitung mittels Umwälzpumpe, Filter usw. nicht nur wegen der Anschaffungs-, sondern auch wegen der Unterhaltskosten verworfen wurde. Vom natürlichen Wasserzulauf erhofften wir uns die Lösung eines Großteiles dieser Probleme. So bekam der Teich einen unteren Ablauf, der in einem Betonschacht an einer Ecke des Teiches eingebunden wurde. Im Betonschacht ist oben mittels einem nach oben offenem Rohrwinkel (10cm) ein verstellbarer Überlauf, dessen Rohr in einem Versickerungsbecken in ca. 5m Entfernung mündet. Rechts auf dem Foto sieht man den ersten Ring(Topf) des Ablaufschachtes mit dem bereits teilweise verlegten Rohr, welches noch zur Mitte hin eingebaut und mit dem späteren Ablauftopf verbunden werden muss.

Material und Hilfe

Nach diesen grundlegenden Vorstellungen konnten wir den erforderlichen Erdaushub, und das benötigte Material errechnen, bestellen bzw. direkt kaufen. Ein Flachteil für den Einstieg wurde ebenfalls vorgesehen. Im nächsten Frühjahr war es ein etwas größerer Minibagger, der für das Ausheben der Teichgrube ausgeliehen wurde.   Für die Feinarbeiten an den Böschungen half mir mein Skatbruder Wolfgang Horlbeck, der das nötige Fingerspitzengefühl und vor allem Erfahrungen bei der Bedienung eines Baggers hatte. Auch das unbedingt erforderliche Nivelliergerät stammte von ihm, denn mit der althergebrachten Schlauchwaage war es doch zu umständlich. Nach dem die Grundform geschaffen war, wurde eine ca 10cm dicke Schicht feiner Grünsteinsand aus dem nahen Hartsteinsteinwerk Herlasgrün aufgetragen. Am Beckenrand wurde damit eine Erhöhung in Form einer Wulst von ca. 10cm hergestellt. Zum Schutz der Folie kam uns eine Sperrmüllsammlung gerade recht, denn dadurch konnten wir fleißig Auslegeware und Teppiche sammeln. An dieser Stelle möchte ich mich auch ganz herzlich bei Jörg bedanken für die tatkräftige Hilfe und Unterstützung. Mit diesen Teppichen wurde die gesamte Baugrube ausgelegt.

Folie - Selbst geklebt und dicht!

Für die Teichfolie, ein deutsches Markenprodukt, hatte ein hiesiger Verkäufer einen vermessenen Posten liegen. Das gleichmäßige Einbringen der doch recht schweren Folie bedurfte eines Rundrufes im Dorf und kurzerhand waren 10 kräftige Männer zur Stelle. Da die Folie den für unseren Teich geforderten Maßen nicht entsprach, bot sich der Folienvertreter an, diese zuzuschneiden und zu kleben mit dem Resultat, dass man fast eine Hand durch die überklebten Falten stecken konnte.   Kurzerhand entschlossen wir uns, diese Arbeit selbst zu übernehmen, nachdem wir bei dem Verkäufer einen Rabatt und den erforderliche Kleber erhalten hatten. Ergebnis: die zwei parallelen Klebenähte waren absolut dicht. Für den sich an der tiefsten Stelle (ca. Teichmitte) befindlichen "Ablauftopf" wurde ein rundes Loch entsprechend dessen Öffnung in die Folie geschnitten und diese mittels dem beiliegenden Ring dicht auf den Rand des Topfes geschraubt.  In der Mitte des Topfes wurde senkrecht in eine mittige Muffe ein Rohr gesteckt, welches einen gewölbten Deckel stützt. Den ursprünglichen Abstand zwischen Topfrand und Deckel habe ich durch Kürzung des Stützrohres und der Einbringung von Bohrungen im Deckel beseitigt.   Der Teichrand musste auf Grund der Hanglage im oberen Bereich noch etwas nachnivelliert werden, da bei einem bald folgenden Wolkenbruch nicht nur Wasser über den Rand in den Teich gespült wurde. Für den Rand wurden Natursteine aufbereitet, verlegt und die Zwischenräume wurden bepflanzt. Im Sommer darauf sah alles bereits recht ansehnlich aus und wir feierten nicht nur mit unseren Helfern ein zünftiges Teichfest.

Reinigung und Chemie

Für die Sauberhaltung und Hygiene des Wassers haben neben den eigenen Erfahrungen und dem Probieren mancher "Wundermittel" auch die Informationen der Teichbauer aus dem Internet geholfen. Wir reinigen den Teich jedes Frühjahr (Bild: Ende April 2006) nach dem Abpumpen des Wassers u.a. mit einem Hochdruckreiniger, sorgen für einen Erst-Chlorgehalt (ca.1-2mg Chlor/Liter - Für Schwimmbäder sollen 2-5mg/l vorgeschrieben sein)treppe1  mit Granulat und benutzen anschließend schwimmende Dosierbehälter, um mittels über mehrere Wochen sich auflösende Multifunktionstabletten die Konzentration auf Grund des ständigen Wasserzulaufes und des natürlichen Abbaus zu halten. Der penetrante Chlorgeruch, wie in den Musterpools der Händler ist bei dieser Konzentration so gut wie nicht wahrnehmbar. Bei stärkerem Wasseraustausch(bspw. Gewitter) ist eventuell eine weitere Zugabe von Granulat erforderlich. Verstärkter Wasserzulauf aus der Keller-Drainage wird mittels Tauchpumpe im vorgeschaltetem Sammelschacht abgefangen. Der Indikator für die Wasserqualität ist für uns das Algenwachstum und Gerätschaften zur Messung der Wasserwerte-
Im Mai 2008 wurde die selbst angefertige Treppe aus Holz, die nur in die Flachzone führte, durch eine verzinkte mit Alu-Riffelblech belegte komfortable Treppe ersetzt.

Nach 6 Jahren
hatte sich der aufgeschüttete Erdwall an seiner höchsten Stelle (Ablaufschacht) um ca 5cm gesenkt. Im Frühjahr 2010 habe ich die Umrandung in diesem Bereich(jeweils ca 2,5m links und rechts vom Ablaufschacht) entfernt die Folie mitsamt den darunterliegenden Teppichen angehoben und mittels Sand neu verfüllt.

2014:
Teich mit FilterDie ständigen Pflegearbeiten und der Aufwand für Teichchemiekalien bewogen uns 2013, nach ausgiebigen Recherchen, Angebote für eine Filteranlage mit Umwälzpummpe einzuholen. Im Frühsommer 2014 haben wir die Anlage eingebaut.Pumpenhaus Der Einbau des Teichfilters verlangte den größten körperlichen Aufwand. Die Pumpenanlage selbst, mit Sandfilter(125kg Quarzsand), 5-WEGE-Ventil usw. wurde ca. 7m vom Teich entfernt in einem Pumpenhaus untergebracht und mittels der erforderlichen Rohr- bzw. Schlauchleitungen mit dem Filter und Rück- und Ablauf verbunden.

 

 



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